Samoa
Der Inselstaat im Südpazifik ist heute in den östlichen und westlichen Teil gegliedert, wobei der Osten nach wie vor zu den USA gehört, während der Westen 1962 von Neuseeland unabhängig wurde. Aufgrund der traumhaft schönen Landschaft ist Samoa ein beliebtes Urlaubsland und lebt großenteils vom Tourismus. Die entsprechenden Dienstleistungen machen fast zwei Drittel des Bruttoinlandproduktes aus.
Im 19.Jahrhundert beanspruchten die USA, England und Deutschland die Inseln jeweils für sich, was zu militärischen Auseinandersetzungen führte. Jeder Staat hatte Handelsniederlassungen gegründet und auch einen Konsul als Verwalter eingesetzt. Im Juni 1889 einigte man sich darauf, das gesamte Land zum unabhängigen Königreich zu erklären und unter den Schutz der drei Mächte zu stellen.
Bereits 1898 starb der König jedoch, ohne die Thronfolge geregelt zu haben. Folgerichtig flammten die Streitereien wieder auf und konnten erst ein Jahr später durch ein erneutes Abkommen geschlichtet werden. Danach wurde England mit anderen Inseln abgefunden, und die USA und Deutschland teilten Samoa unter sich auf. Westsamoa war fortan deutsches Schutzgebiet.
Schon 1903 organisierte sich die Widerstandsbewegung Mau, die bis 1909 gegen die deutsche Fremdherrschaft (und in den 20er Jahren gegen die neuseeländische) aufbegehrte. Auf Samoa unterdrückten die deutschen Kolonialherren diese Proteste nicht so brutal wie vergleichbare in ihren übrigen Besitzungen. Sie begnügten sich damit, die Rädelsführer zu internieren und zu deportieren. Dadurch wurde allerdings das Zusammengehörigkeitsgefühl der Rebellen gefördert, was die Gegenstimmen letztlich noch lauter werden ließ.
Die deutschen Machthaber wurden während des 1. Weltkriegs schnell aus ihrem Territorium vertreiben und überließen es nahezu kampflos den Neuseeländern.
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Aktualisiert (Dienstag, den 04. Januar 2011 um 19:42 Uhr)
